Wetterhahn
Ein Wetterhahn, oder selten auch Anemoskop genannt, zeigt uns die Windrichtung an. Das macht er schon ziemlich lange. Die Anfänge des Wetterhahns gehen Jahrhunderte weit zurück. Früher war er, in Form der Wetterfahne, ein wichtiges Instrument für die kurzfristige Wettervorhersage. Heute wird er als Windrichtungsanzeige, aber eher als ein Schmuckstück auf vielen Hausdächern genutzt. Die Motivwahl des Hahns geht auf eine Bibelstelle zurück. Auch heute noch findet man den Windmesser in Hahnform oft auf Kirschturmspitzen. Mit der industriellen Produktion kam dann die Motiv- und Formenvielfalt des heutigen Dachschmucks. Oft wurden sie genutzt, um zu zeigen, wer im Haus wohnt. An dem Windrichtungszeiger konnte man erkennen, welcher Berufsgruppe der Hausbesitzer angehört.
Auch auf dem aktuellen Markt wird der Klassiker Wetterhahn am häufigsten angeboten. Bereits für ca. 10 Euro gibt es eine Version aus Kunststoff. Oder eine aufwändigere Variante aus Stahl für ca. 55 Euro.
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Es gibt aber noch viele weitere Motiv- und Materialvarianten. Besonders in der Formfindung scheinen es keine Grenzen zu geben. Es gibt Hexen aus Stahlblech, die auf ihrem Besen dem Wind entgegen reiten, Greifvögel, die scheinbar auf ihre Beute stürzen, stolz schreitende Elche, galoppierende Pferde, wachsame Hunde und Katzen, die mit kleinen Mäusen im Norden, Osten, Süden oder Westen spielen. Auch die Variante des fliegenden Pferdes Pegasus scheint auf einem Hausdach angebracht. Gängige Materialien für den Schmuck sind Bleche, Kunststoff, Stahl, Edelstahl, oder Kupfer. Wer sein Haus von außen individuell gestalten will, für den ist ein Wetterhahn, eine Wetterkatze, Wetterhexe oder ein anderes Motiv auf jeden Fall ein gutes Mittel.